Hilfe beim Stiften

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Die passende Rechtsform wählen

Damit Sie die Rechtsform finden, die zu Ihrem Engagement passt, bieten wir Ihnen verschiedene Stiftungsformen mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Vorteilen. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rechtsformen sowie zu einigen Sonderformen finden Sie auf den nachfolgenden Seiten. Gerne beraten wir Sie persönlich, unterstützen Sie bei der Satzungserstellung und wickeln die Anerkennung bei den zuständigen Behörden ab. Wenn Sie sich detaillierter zum Thema Stiften oder zu den steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit gemeinnützigen Stiftungen informieren möchten, fordern Sie die entsprechenden kostenlosen Hintergrundbroschüren an.

> Gerne senden wir Ihnen die  Broschüre ‘Grundwissen Stiften’ und ‘Steuervorteile für Stifter’

Lesen Sie mehr über die verschiedenen Rechtsformen und Sonderformen des Stiftens

Die wichtigsten Stiftungsformen in Kürze:

Der Stiftungsfonds: Ein Stiftungsfonds ist die einfachste Form des Stiftens und kann innerhalb eines Tages eingerichtet werden. Wir ermöglichen Ihnen die Errichtung eines Stiftungsfonds ab einer Einlage von 5.000 Euro. Rechtlich gesehen ist Ihr Stiftungsfonds ein Sonderkonto bei der Stiftung Stiftungsfonds. Obwohl der Stiftungsfonds nicht vom Finanzamt anerkannt werden muss, bietet er Ihnen die gleichen Steuervorteile wie eine eigene Stiftung.

Die Treuhandstiftung: Eine Treuhandstiftung errichten wir für Sie ab einem Grundstockvermögen von 25.000 Euro. Für Menschen, die sich langfristig engagieren und ihr Engagement in einer Satzung gestalten wollen, ist eine eigene Stiftung interessant. Mit einer Treuhandstiftung können Sie die Strukturen des Treuhänders nutzen und jedes gemeinnützige Projekt fördern, das zu Ihrem Stiftungszweck passt. Da für die Gründung einer Treuhandstiftung nur die Anerkennung durch das Finanzamt notwendig ist, kann diese innerhalb weniger Wochen errichtet werden.

Die rechtsfähige Stiftung: Ab einem Stiftungsvermögen von 100.000 Euro können Sie eine rechtsfähige Stiftung gründen. Wenn Ihre Stiftung operativ tätig werden soll, ist in der Regel ein deutlich größeres Vermögen sinnvoll. Eine rechtsfähige Stiftung kann beispielsweise selbst eine Hilfseinrichtung betreiben, weil sie als Rechtsperson Verträge abschließen kann. Da eine rechtsfähige Stiftung von der Stiftungsaufsicht anerkannt werden muss, dauert ihre Gründung länger als die Errichtung einer treuhänderischen Stiftung.

Neben den klassischen Möglichkeiten gibt es eine Reihe von Sonderformen des Stiftens. Mit Hilfe dieser Sonderformen können Stifter ganz spezielle Vorstellungen und Wünsche realisieren, passend zu ihrer jeweiligen Lebenssituation.

Das Stifter-Darlehen: Wenn Sie sich nicht endgültig von bestimmten Vermögenswerten trennen möchten, können Sie einer Stiftung ein zinsloses Darlehen geben. Die Vermögenserträge des Darlehens kommen steuerfrei dem Stiftungszweck zugute. Sobald Sie das Geld für Ihre privaten Belange benötigen, können Sie das Darlehen zurückverlangen. Allerdings können Sie weder das Darlehen selbst, noch dessen Erträge steuerlich geltend machen.

Stiften mit Nießbrauch: Sie können Immobilien an Ihre Stiftung übertragen und sie trotzdem weiterhin selbst nutzen. Beispielsweise können Sie Ihre Eigentumswohnung zu gegebener Zeit stiften und lebenslang das Wohnrecht behalten oder die Mieterträge verwenden. Zwar reduziert sich der Wert der Immobilie durch den Nießbrauch, aber Sie können die Immobilienübertragung bereits zu Lebzeiten steuerlich geltend machen.

Zustiftung: Mit einer Zustiftung, also der Erhöhung des Stiftungsvermögens, können Sie Ihre eigene Stiftung oder eine andere bereits gegründete Stiftung, wie beispielsweise die Tabaluga Kinderstiftung jederzeit stärken. Eine Zustiftung bietet Ihnen die gleichen Steuervorteile wie ein Stiftungsfonds oder eine eigene Stiftung.

Lesen Sie mehr über die Steuervorteile für Stifter

Unabhängig von der Rechtsform, die Sie für Ihr Engagement wählen, ermöglicht der Gesetzgeber, bis zu einer Million Euro steuerlich wirksam in das Vermögen einer Stiftung einzubringen. Die gestiftete Summe kann entweder komplett im Jahr der Zuwendung oder flexibel innerhalb von zehn Jahren in Abzug gebracht werden. Unabhängig davon kann man zusätzlich jährlich bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags seiner Einkünfte steuerlich wirksam in eine gemeinnützige Stiftung als Spende oder Zustiftung einbringen.


 

Große Gestaltungsfreiheit nutzen

Gerne beraten wir Sie hinsichtlich der unterschiedlichen Rechtsformen und entwerfen auf Basis Ihrer Wünsche und Vorgaben Ihre individuelle Stiftungssatzung. In der Satzung werden nach Ihren Vorgaben die wesentlichen Merkmale Ihrer Stiftung verbindlich festgehalten. Zudem wickeln wir die Anerkennung bei den zuständigen Behörden für Sie ab. Wenn wir für Sie einen kostenlosen und unverbindlichen Satzungsentwurf erstellen sollen, dann können Sie uns Ihre Vorgaben per Post oder Fax senden. Hierzu können Sie einen entsprechenden Fragebogen downloaden. Für Absprachen über individuelle Veränderungen und Ergänzungen stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

> Übermitteln Sie uns Ihre Vorgaben vorab und wir nehmen Kontakt mit Ihnen auf

> Gerne informieren wir Sie auch persönlichen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf

Lesen Sie mehr über die wesentlichen Merkmale einer Stiftung

Stiftungsname: In der Wahl des Stiftungsnamens sind Sie frei, es sei denn diesen trägt schon eine andere Stiftung.
Grundstockvermögen: Das Grundstockvermögen besteht meist aus Bargeld, Wertpapieren oder Immobilien. Es ist dem Stiftungszweck dauerhaft gewidmet und bleibt in seinem Bestand erhalten. Lediglich die Erträge des Vermögens und eventuelle Spendeneinnahmen stehen jedes Jahr für die Realisierung des Stiftungszwecks zur Verfügung. Sie helfen also nicht nur einmal, sondern über Generationen hinweg.
Förderzweck: Ihre Stiftung sollte hauptsächlich die Projekte der Tabaluga Kinderstiftung fördern. Bei entsprechenden Ressourcen können Sie mit Ihrer Stiftung aber auch andere Kindereinrichtungen unterstützen.
Stiftungsvorstand: Wie die zur Verfügung stehenden Stiftungserträge konkret verwendet werden, entscheidet der Vorstand Ihrer Stiftung. Als Stifter können Sie das Amt selbst übernehmen, eine Person Ihres Vertrauens einsetzen oder Dritte beauftragen, einen ehrenamtlichen Vorstand zu benennen.


 

Basisverwaltung und Stifterportal

Stiftungen brauchen eine günstige Verwaltung, damit die Stiftungserträge möglichst ungeschmälert für den gemeinnützigen Zweck zur Verfügung stehen. Die Stifter oder ehrenamtlichen Gremien fühlen sich bei der täglichen Stiftungsarbeit jedoch schnell überfordert, und eigene Mitarbeiter sind oftmals zu teuer. Um dieses Problem zu lösen, haben wir eine so genannte Basisverwaltung mit standardisierten und automatisierten Prozessen etabliert. Die Basisverwaltung umfasst die grundlegenden Verwaltungsarbeiten, wie zum Beispiel Kontoführung, Finanzbuchhaltung, Erstellung einer Jahresrechnung oder Ausdruck der Steuererklärung. Alle Stiftungen verfügen über eine separate Buchhaltung. So kann der Stifter beziehungsweise Vorstand den Geldfluss vom Eingang in die Stiftung über die Verwaltung bis hin zur konkreten Verwendung exakt nachvollziehen. Ein wesentliches Element der Basisverwaltung ist das eigens hierfür entwickelte Stifterportal. Dabei handelt es sich um ein passwortgeschütztes Internetportal, mit dessen Hilfe Stifter und Gremien viele Stiftungsinformationen abrufen können. Hier sehen Sie, welche Spenden eingegangen sind und wieviel Geld für die Projektförderung zur Verfügung steht. Außerdem können Sie über das Stifterportal bestimmte Aufträge wie beispielsweise Zahlungen selbst tätigen.

> Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch, nehmen Sie Kontakt zu uns auf

Lesen Sie mehr zu den Kosten der Basisverwaltung

Die Basisverwaltung einer Stiftung oder eines Stiftungsfonds kostet in der Regel drei Prozent der Stiftungserträge. Dazu gehören Vermögenserträge wie Zinsen, Miet- und Spendeneinnahmen. Zuwendungen zur Erhöhung des Stiftungsvermögens wirken sich selbstverständlich nicht auf die Kosten der Basisverwaltung aus. Um die Kosten für die Basisverwaltung zu minimieren, sind die Gebühren nach oben hin gedeckelt (Maximum). Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.

Stiftungsfonds:
Grundgebühr 2,50 Euro pro Monat, 3 % der Stiftungseinnahmen, Maximum 500 Euro pro Kalenderjahr

Treuhandstiftung:
Grundgebühr 7,50 Euro pro Monat, 3 % der Stiftungseinnahmen, Maximum 1.500 Euro pro Kalenderjahr

Rechtsfähige Stiftung:
Grundgebühr 25 Euro pro Monat, 3 % der Stiftungseinnahmen, Maximum 2.500 Euro pro Kalenderjahr

Rechenbeispiel: Die treuhänderische Hans Mustermann Stiftung verfügt über ein Vermögen von 100.000 Euro. Das Stiftungsvermögen ist in Wertpapieren angelegt, die jährlich vier Prozent, also 4.000 Euro, ausschütten. Sofern die Stiftung keine anderen Erträge wie Mieteinnahmen oder Spenden hat, kostet die Basisverwaltung eine Grundgebühr von 90 Euro und drei Prozent der Erträge, also 120 Euro im Jahr. Diese Verwaltungsgebühr wird von den Stiftungserträgen abgezogen und der Rest kann für den Stiftungszweck ausgegeben werden.

Lesen Sie mehr zu den individuellen Dienstleistungen

Um Stifter und Gremien bei der vielfältigen Stiftungsarbeit individuell zu unterstützen, bieten wir unter anderem folgende Serviceangebote:
Spendenakquise und Kommunikation: Manche Stifter möchten ihr privates oder berufliches Umfeld in ihr Engagement einbinden und eine Spendenaktion organisieren. Wir unterstützen Ihre Spendenaktion, indem wir Sie beraten, Spendenfaltblätter entwickeln oder den Versand von Spendenquittungen übernehmen. Gerne erstellen wir Ihnen auch Stiftungsbroschüren oder Jahresberichte. Dabei profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung im gemeinnützigen Sektor.
Immobilienverwaltung: Wenn Sie Ihrer Stiftung Immobilien übertragen, können wir die Immobilienverwaltung übernehmen.
Der individuelle Stiftungsservice wird nach Aufwand berechnet. Die Stundensätze hierfür liegen, je nach Mitarbeiter zwischen 30 und 70 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.