Michael Roll, Michael Roll Stiftung

roll-stifterportrait

Der Schauspieler Michael Roll engagiert sich seit vielen Jahren als Beirat der Tabaluga Kinderstiftung und generiert im Rahmen seines Tabaluga Golfcup alljährlich Spenden für die Tabaluga Projekte. 2011 gründete er seine eigene Michael Roll Stiftung, rechtlich gesehen eine Treuhandstiftung unter dem Dach der Tabaluga Kinderstiftung.

Herr Roll, warum engagieren Sie sich als Stifter?
Ich bin der festen Überzeugung, dass man als Erwachsener die Verpflichtung hat, Kindern zu helfen, die von Erwachsenen geschädigt wurden. Als Stifter habe ich optimale Voraussetzungen, mein Engagement für die traumatisierten Kinder und Jugendlichen in den Tabaluga Projekten effektiv auszubauen und meine Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen.

Was wollen Sie mit Ihrer Stiftung erreichen?
Ich möchte das hohe Qualitätsniveau der bei Tabaluga angewandten Therapieformen, insbesondere der Reittherapie, langfristig absichern. Damit möchte ich erreichen, dass die traumatisierten Kinder und Jugendlichen Wege finden, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Was hat Sie dazu bewogen, die Projekte der Tabaluga Kinderstiftung zu unterstützen?
Ich habe 1996 eine karitative Einrichtung im Münchner Süden gesucht und bin auf einen Zeitungsartikel über die Tabaluga Projekte und den Aufbau der dortigen Reittherapie gestoßen. Da meine Exfrau Reitlehrerin war und wir ein gutmütiges Reitpferd, Garry, besaßen, passte das für uns perfekt. Wir kamen in Kontakt mit Dr. Haerlin, lernten die professionelle Arbeit in der Einrichtung kennen und schätzen, Garry bekam ein neues Zuhause und unsere Zusammenarbeit wurde beständig enger.

Wie unterstützen Sie Tabaluga?
Neben meinen Aktivitäten rund um den Tabaluga Golfcup stehe ich mit meiner Person als Botschafter für Tabaluga. Durch meine langjährige Tätigkeit im Stiftungsbeirat versuche ich Dr. Haerlin, wenn möglich, zeitlich zu entlasten, z.B. durch Vertretung bei Scheckübergaben.

Haben Sie bei Tabaluga einen persönlichen Projektfavoriten?
Besonders wichtig sind mir Therapieformen wie Reittherapie und Musiktherapie, die per se nicht vom Staat finanziert werden, aber für die traumatisierten Kinder als Einstiegstherapie sehr wichtig sind. Auch der Bau der Reithalle im Greinwaldhof hatte für mich immer große Priorität, um den Reittherapiebetrieb das ganze Jahr aufrechtzuerhalten. Wetterwidrigkeiten, gerade im Herbst und Winter, gehen somit nicht mehr zu Lasten der therapeutischen Arbeit mit den Kindern.

Inwiefern finden Sie sich mit ihren Vorstellungen bei Tabaluga wieder?
Die Art und Weise wie mit einem Schulterschluss und freundschaftlichen Verhältnis der Therapeuten untereinander und auch mir gegenüber gearbeitet wird, gefällt mir sehr. Es handelt sich um eine hervorragend geführte Einrichtung, in der ausschließlich auf Augenhöhe miteinander umgegangen wird. Insbesondere die Kinder werden nicht wie mit „Patienten“, sondern wie vollwertige Familienmitglieder behandelt.

Was bereitet Ihnen bei Ihrem Engagement dort besondere Freude?
Es ist erfüllend, wenn ein Leuchten durch die Augen der Therapeuten geht, während man am Abend nach einer Veranstaltung einen fünfstelligen Scheck überreichen darf und damit deren wertvolle Arbeit ein Stück weit absichert. Die Kinder selbst sollen gar nicht damit belastet werden, wie schwer es ist, so ein Projekt auf die Beine zu stellen und am Laufen zu halten. Sie sollen einfach nur bestmöglich unterstützt werden. Ich unterhalten mich oft mit Dr. Haerlin über die scheinbar kleinen Dinge, an denen man erkennt, dass die Kinder sich weiterentwickelt haben – wenn z.B. ein misshandeltes Kind nach zwei Jahren Therapie einmal für 30 Sekunden dem Blick eines Mannes standhalten kann. Daran wird mir deutlich, dass ich meine Energie in das richtige Projekt stecke.

Wie reagiert Ihr Umfeld?
Der Tabaluga Golfcup ist ein richtiges Familienunternehmen geworden. Ich werde von allen Seiten tatkräftig unterstützt. Meine Eltern, Freunde, Kinder und Freundinnen meiner drei Töchter fragen, ob sie helfen dürfen. Das ist ein schönes Gefühl.

Was haben Sie sich für die Zukunft mit Ihrer Stiftung in Verbindung mit den Tabaluga Projekten vorgenommen?
Mein Schwerpunkt liegt weiter darin, Golfturniere für die Stiftung zu organisieren. Ich glaube die Turniere bieten ein gutes Klientel an Menschen, die wissen, dass es ihnen gut geht und die sich ihrer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber bewusst sind. Hier verbirgt sich ein großes Spendenpotential. Ich möchte eine ganze Serie an Turnieren in Deutschland und vielleicht sogar weltweit auf die Beine stellen und somit das Klientel an Spendern erweitern.