Ingrid Michalke, mimi Kinder- und Seniorenstiftung

ingrid-michalke-stifterportrait

Ingrid Michalke hat 2004 die mimi Kinder- und Seniorenstiftung gegründet. Sie lebt im Süden Münchens, hat eine Tochter und vier Enkelkinder.

Frau Michalke, warum engagieren Sie sich als Stifterin?
Ich habe mich schon immer gerne und sehr umfangreich im sozialen Bereich engagiert. Mit der Gründung meiner eigenen Stiftung konnte ich meinem Wunsch, etwas Sinnvolles für andere Menschen zu tun, eine effektive Struktur verleihen.

Hatten Sie besondere Erlebnisse, Wendepunkte in Ihrem Leben, die Sie zum Stiften bewogen haben?
Mein Mann ist nach 30 Jahren Ehe sehr unerwartet verstorben. Dieser plötzliche Schicksalsschlag hat zur Gründung der eigenen Stiftung beigetragen.

Was wollen Sie mit Ihrer Stiftung erreichen?
Die Stiftung hat die Aufgabe, bedürftigen Kindern und Jugendlichen aus zerrütteten Familienverhältnissen zu helfen und deren Situation langfristig und nachhaltig zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung in finanzielle Not geratene Senioren, um ihnen zumindest ein Leben auf dem Niveau des existentiellen Minimums zu ermöglichen.

Was hat Sie dazu bewogen, die Projekte der Tabaluga Kinderstiftung zu unterstützen?
Als wir 2004 mit der Stiftungsarbeit starteten, wollten wir nicht gleich eigene operative Projekte angehen sondern bestehende fördern. Wir waren auf der Suche nach einem professionell geführten, gut funktionierenden Projekt. Mein Stiftungsvorstand Robert Perchtold hatte damals zu Dr. Haerlin über eine Lions Veranstaltung erste Kontakte geknüpft. Wir lernten uns kennen, schauten uns die Einrichtung an und waren schnell beeindruckt von der professionellen Arbeit, die dort für traumatisierte Kinder geleistet wird. So wurde die Tabaluga Kinderstiftung unser erster Partner im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.

Wie helfen Sie Tabaluga konkret?
Uns war von Beginn an wichtig, nicht einfach nur Geld von einer Stiftung an die andere zu überweisen. Deshalb übernahmen wir über Jahre die Finanzierung einer Kunsttherapeutin im Sternstundenhaus. Sie arbeitete in unserem Auftrag für die Tabaluga Kinderstiftung. Als die Therapeutin schwanger wurde haben wir übergangsweise einige Zeit die Musiktherapie in den Tabaluga Projekten allgemeiner unterstützt. Aktuell sind wir sehr zufrieden, dass wir ab Frühjahr 2013 wieder eine „eigene“ Kunsttherapeutin im Sternstundenhaus beschäftigen werden und somit zur bewährten Struktur zurückkehren.

Inwiefern finden Sie sich mit Ihren Vorstellungen bei Tabaluga wieder?
Konzept, Ausgestaltung und traumhafte Lage des Sternstundenhauses gefallen uns sehr gut. Die schwerkranken Kinder haben dort tolle Möglichkeiten aufzutanken. Aber auch die stark belasteten Eltern werden optimal betreut. Trotz des traurigen Themas begegnet man einander immer mit einer frohen, positiven Ausstrahlung. Das empfinden auch Herr Perchtold und ich bei unseren regelmäßigen Besuchen auf dem Peißenberg als sehr wohltuend und es bestätigt uns, dass wir am richtigen Platz helfen.

Was bereitet Ihnen bei Ihrem Engagement dort besondere Freude?
Am meisten freuen wir uns über die strahlenden Augen der Kinder. Außerdem erleben wir seit Jahren, wie die Einrichtung stetig wächst und sich positiv weiterentwickelt.

Wie viel Zeit setzen Sie ein?
Herr Perchtold übernimmt als sehr aktiver Vorstand alle schriftlichen Arbeiten und Finanzen für die Stiftung. Wir setzen uns regelmäßig zusammen, um anstehende Projekte zu planen und zu besprechen. Auch besuchen wir alle unsere Projektpartner mehrmals im Jahr und überzeugen uns vor Ort von der Qualität der Arbeit.
Auch wenn es viel Zeitaufwand für mich bedeutet, ist dieser sicher sinnvoll eingesetzt und bereitet Freude.

Wie reagiert Ihr Umfeld?
Die Reaktionen sind durchweg positiv. Die Menschen sehen, dass gute Ergebnisse bei unserem Engagement herauskommen und unterstützen unsere Arbeit gerne mit Spenden.

Was haben Sie sich für die Zukunft mit Ihrer Stiftung in Verbindung mit den Tabaluga Projekten vorgenommen?
Wir möchten unser intensives, freundschaftliches Verhältnis weiter pflegen und das Wachstum der Tabaluga Projekte insbesondere in Peißenberg dauerhaft begleiten.