Hannelore Auerbach, Auerbach Stiftung

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Hannelore und Tjark Auerbach begleiten gemeinsam die Auerbach Stiftung. Tjark Auerbach ist der Stiftungsgründer, während seine Frau Hannelore sich als Vorstand der Stiftung engagiert. Frau Auerbach hat das volle Vertrauen des Stifters bei der Auswahl der Projekte und ist mit ihm in ständigem Dialog über die Aktivitäten der Stiftung. Beide wollen mit ihrer Stiftung Werte wie Vertrauen, Mut, Beständigkeit, Fleiß und Freude am Leben in die Gesellschaft hineintragen.

Frau Auerbach, warum engagieren Sie sich als Vorstand der Stiftung?
Jeder Mensch braucht eine Aufgabe und was gibt es Schöneres, als anderen Menschen zu helfen. Mein Mann und ich befinden uns in der glücklichen Lage, dass sich bis auf die normalen Höhen und Tiefen die Dinge im Leben meist gut für uns entwickelt haben. Jetzt möchten wir etwas an die Gesellschaft weitergeben und Menschen, die mit deutlich schlechteren Bedingungen zurechtkommen müssen, unterstützen und Schutz geben.

Was wollen Sie mit der Stiftung erreichen?
Ich möchte mit der Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe“ ermöglichen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen helfend zur Seite stehen. Ein erster Anstoß von uns soll Menschen befähigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nachhaltig zu gestalten. Die Mitarbeiter der Stiftung und alle Unterstützer sollen stolz darauf sein können, ein Teil dessen zu sein, was wir bewegen. Weiterentwicklung in Forschung, Wissenschaft und vor allem Unterstützung im sozialen Bereich, ist der Stiftung ein großes Anliegen.

Wie reagiert Ihr Umfeld?
Ich habe bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Mein Umfeld bestätigt mich, gibt mir Rückmeldung und Kraft.

Wie viel Zeit setzten Sie für die Stiftungsarbeit ein?
Die Zeit, die ich mit der Stiftungsarbeit verbringe, kann ich nicht konkret in Stunden messen. Es gibt viele Gespräche mit meinem Mann, mit meinen Mitarbeitern, meinen Kinder und mit anderen Menschen. Mal sind es ganze Tage, an denen persönliche Projektbesuche stattfinden, mal sammele ich einfach nur Ideen und neue Gedanken, sei es beim Spaziergang oder bei einem gemeinsamen Frühstück mit der Familie.

Was hat Sie dazu bewogen, die Projekte der Tabaluga Kinderstiftung zu unterstützen?
Auf einer Reise habe ich die Biographie von Peter Maffei gelesen und bin dadurch auf das Sternstundenhaus aufmerksam geworden. Zuerst war es nur ein Gefühl, welches später aber immer mehr zur Gewissheit wurde, dass ich mit der Tabaluga Kinderstiftung einen sehr guten Partner gefunden habe. Vor allem die Offenheit im Umgang miteinander, das Achten auf Qualität, die gute Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, die Herzlichkeit und das Gefühl, das jeder Mensch wertvoll ist – dies Alles hat uns dazu bewogen, die Projekte der Tabaluga Kinderstiftung zu unterstützen. Ich habe das tiefe Vertrauen, dass vielen Menschen dort geholfen wird; dass Familien in ihren besonderen Lebenslagen die richtige Unterstützung bekommen und Kinder und Jugendliche einen guten Start ins Leben erhalten.

Wie helfen Sie Tabaluga konkret?
Aktuell unterstützen wir die Fertigstellung des Anbaus am Sternstundenhaus und bezuschussen vier Personalstellen für die Angebote im Sternstundenhaus sowie im Therapiebereich.

Inwiefern finden Sie sich mit ihren Vorstellungen bei Tabaluga wieder?
Die Tabaluga Kinderstiftung bietet Schutz und gibt vielen Menschen Halt und Unterstützung. Zuverlässiges Handeln gibt Sicherheit. Daraus entsteht Vertrauen – Vertrauen in die Zukunft.

Was bereitet Ihnen bei Ihrem Engagement dort besonders Freude?
Es freut mich zu sehen, wie „Etwas“ entsteht und weiterentwickelt wird, was Menschen zusammenbringt und ihnen auf ihrem Lebensweg Hilfe und Unterstützung gibt. Ganz persönlich habe ich jedes Mal, wenn ich bei Tabaluga bin das Gefühl, ich komme in eine große, warmherzige Familie. Ich werde aufgenommen und darf Teil dieser Familie sein. Es gibt mir Kraft, Mut und ich stelle mir vor, dass es vielen Menschen so geht, die hierher kommen.

Was haben Sie sich in Zukunft mit Ihrer Stiftung in Verbindung mit den Tabaluga Projekten vorgenommen?
Die Auerbach Stiftung will sich gemeinsam mit der Tabaluga Kinderstiftung weiterhin für traumatisierte und erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Familien engagieren. Die Ressourcen sollen gebündelt werden, um die Arbeit der Tabaluga Kinderstiftung nachhaltig zu sichern. Es sollen zukunftsweisende Projekte angegangen und das Netzwerk um die Kooperation herum vertieft und ausgebaut werden. Zusätzlich zur finanziellen Förderung, ist es uns durch die langfristig angelegte Kooperation von zehn Jahren auch möglich, die Tabaluga Kinderstiftung in anderen Bereichen zu unterstützen, wie z.B. Planen und Initiieren neuer Projekte und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.